Max R. Gasch: Spezialist für geprägte und gegossene Metallkunst
Auch die Vereinigten Metall- und Bronzewarenfabriken Max R. Gasch waren aus der ursprünglichen Boberschen Fabrik hervorgegangen, nachdem mehrere Veränderungen stattgefunden hatten. Das Unternehmen befand sich zuletzt in einem neu errichteten Fabrikgebäude an der Chemnitzer Straße im Bereich Burgstadel. Die Produktpalette war äußerst vielfältig. Als besondere Schwerpunkte galten geprägte und gestanzte Serienartikel aus sämtlichen Metallen sowie kunsthandwerkliche Arbeiten für die Möbelindustrie. Dazu gehörten unter anderem Treib- und Ziselierarbeiten, Kamingehänge, Heizkörperverkleidungen, geprägte Schilder, gegossene Beschläge, Haken für Hüte und Mäntel, Leuchter für Klaviere und Toilettentische, Metallfüße für Möbel und Stühle, dekorative Elemente wie Löwenköpfe, Griffe und Scharniere, Zifferblätter, Blumengitteraufsätze sowie Garderobenständer. Darüber hinaus wurden Werkzeuge zum Schneiden, Stanzen, Prägen und Ziehen, Einschlagstempel, Münzen und Medaillen gefertigt. Die Fabrik belieferte sowohl den inländischen als auch den internationalen Markt.
© Michael Höhme, "Traditions- und Förderverein Lessing-Gymnasium Döbeln" e.V.
Quellen:
Pressausschuss für das Heimatfest (Hg.): Aus der Heimat. Festschrift zum Heimatfest. Döbeln 20.-22. Juni 1914, S. 90
Stockmann, Gottfried: Die Stadt Döbeln als Standort der Industrie. Borna Leipzig 1928, S. 43ff.
Bildnachweis:
Alle Abbildungen/Fotos ohne Vermerk stammen aus der „Sammlung Döbeln“ von Michael Höhme.
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