Döbelns Metall-Tradition: Der Aufstieg der Firma Gustav Bühnert
Die große Metallwarenfabrik von Robert Tümmler brachte immer wieder auch neue Firmengründer hervor, die Döbeln zu einem Kompetenzzentrum für weitere Gravier- und Prägebetriebe machten. So gründeten die Gebrüder Bober in den 1880er Jahren in der Waldheimer Straße eine entsprechende Werkstatt. Aus diesem Betrieb ging im Jahr 1890 die Firma Gustav Bühnert hervor. Diese Fabrik, die zunächst an der Theaterstraße und später an der Uferstraße ansässig war, stellte kunstgewerbliche Metallarbeiten her und umfasste verschiedene Abteilungen wie Metallgießerei, Gürtlerei, Dreherei, Prägerei, eine galvanische Einrichtung sowie eine Ziselierwerkstatt. Zu den Spezialerzeugnissen zählten sämtliche Metallarbeiten für Möbelbau und Innenausstattung, darunter Hut- und Kleiderablagen, Garderobenständer, Gitter für Heizkörperverkleidungen, Kamingehänge, Halterungen und Schrauben für Glas- und Marmortafeln sowie Tischplatten. Ebenso wurden Treibarbeiten nach eingesandten Entwürfen in unterschiedlichen Metallen sowie mit verschiedenen Färbungen und Patinierungen ausgeführt.
© Michael Höhme, "Traditions- und Förderverein Lessing-Gymnasium Döbeln" e.V.
Quellen:
Pressausschuss für das Heimatfest (Hg.): Aus der Heimat. Festschrift zum Heimatfest. Döbeln 20.-22. Juni 1914, S. 90
Stockmann, Gottfried: Die Stadt Döbeln als Standort der Industrie. Borna Leipzig 1928, S. 43ff.
Bildnachweis:
Alle Abbildungen/Fotos ohne Vermerk stammen aus der „Sammlung Döbeln“ von Michael Höhme.
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