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Döbelner Chemische Fabrik Oswald Greiner

  • Oswald Greiner kommt 1874 als Dachdeckergeselle von Mittweida nach Döbeln.
  • Er eröffnet 1874 ein Dachdecker-Geschäft im Eckhaus Breite Straße/Zwingerstraße und erkennt schon bald, dass man mit der Herstellung von Dachpappe und Teerdestillation mehr Geld verdienen kann. 1888 eröffnet er die "Döbelner Chemische Farbik Oswald Greiner".
  • 1896 wird nach eingehender Prüfung das Industriegleis vom Hauptbahnhof zur Fabrik Oswald Greiner freigegeben.
  • Um 1900 werden die Anlagen der Fabrik erweitert, um die aus Steinkohlenteer gewonnenen Rohprodukte in Reinprodukte umwandeln zu können.
  • 1907 wird die Firma in eine Kommandit-Gesellschaft umgewandelt, Sohn Theodor Oswald leitet den technischen und Sohn Georg Albert den kaufmännischen Teil des Unternehmens.
  • 1913 lässt Oswald Greiner den später nach ihm benannten Greiner-Steg bauen. Die Fußgängerbrücke hat eine Länge von 134 Meter, eine Tragkraft von 5 Tonnen und kostete 70 000 Goldmark. Sie führt von der Heinitzwiese zu Schurichts "Neuer Welt" (später Greiners "Neue Welt") und erspart den Arbeitern der Fabrik, die in der Greiner-Siedlung an der Leipziger Straße wohnten, das Überqueren der Mulde mit Booten.
  • Die 1915 gegründete "Friedrich-Oswald-Greiner-Stiftung" in Höhe von 10 000 Mark wird 1917 um nochmals 10 000 Mark erhöht. Mit den Zinsen sollen bedürftige Kriegsteilnehmer des Deutsch-Französischen Krieges (1870/71) und des Ersten Weltkrieges (1914-1917) unterstützt werden.
  • Am 26. Februar 1918 besucht König Friedrich August die Fabrik.
  • 1926 wird die Chemnitzer Straße in Greinerstraße umbenannt.
  • Am 20. Juli 1928 stirbt nach längerem Leiden der Firmengründer Oswald Greiner (geb. am 31.01.1850).
  • Am 05. März 1947 stirbt Fabrikbesitzer Theodor Oswald Greiner (geb. 27.12.1876).
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Die Grabstätte des Firmengründers auf dem Döbelner Niederfriedhof befindet sich in einem desolaten Zustand (2023).