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Seifenfabrik Hermann Otto Schmidt

  • 1876 übernimmt Hermann Otto Schmidt (geb. 22.12.1847 in Pößneck) die Seifensiederei Lippmann am Niedermarkt 2. Er verkauft anfangs seine Erzeugnisse (z.B. "Döbelner weiße Schmierseife" und die "Döbelner Salmiak-Terpentin-Schmierseife") im eigenen Ladengeschäft und auf regionalen Märkten.
  • 1890 - Eintrag der Fa. Hermann Otto Schmidt als Seifenfabrik ins Handelsregister
  • 1902/03 - Bau einer Fabrik an der Rößchengrundstraße.
  • Die Fa. H.O. Schmidt baut 1921 neue Fabrikgebäude und nimmt die Herstellung von Fein- und Spezialseifen auf.
  • 1910 tritt der Sohn des Firmengründers, Fritz Schmidt, in die Firma ein, deren alleiniger Inhaber er 1921 wird.
  • 1927 kommt es zu einem großen Brand, der Pack-, Press- und Pilierräume der Fabrik zerstört. Personen kommen nicht zu Schaden.
  • Am 05. Dezember 1927 stirbt Firmengründer Hermann Otto Schmidt kurz vor seinem 80. Geburtstag. Neben seiner geschäftlichen Tätigkeit war er viele Jahre Stadtverordneter, Mitglied des Kirchenvorstands und Kassierer des Gustav-Adolf-Zweigvereins.
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Briefkopf der Seifen- und Glycerinfabrik Hermann Otto Schmidt 1935
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In der Seifenfabrik ereignet sich am 07.04.1938 ein Explosionsunglück eines 3000 Liter-Autoklaven mit flüssiger Fettmasse. Das Siedehaus stürzt zusammen. Sechs Menschen starben. Eine Gedenktafel auf dem Döbelner Niederfriedhof erinnert an sie.

Liebevoll aufgearbeitet wurde die Geschichte der Döbelner Seifenfabrik auf der Webseite "DDR-Duftmuseum 1949-1989". Ein Besuch lohnt sich.